10 Tipps um Höhenkrankheit vorzubeugen (Chile, Bolivien & Peru)

10 Tipps um Höhenkrankheit vorzubeugen (Chile, Bolivien & Peru)

Bei luftigen Höhen zwischen 3.000 und 5.000 Metern ist es sicher, dass ihr die Auswirkungen des niedrigen Sauerstoffgehalts auf euren Körper merken werdet. Mit der richtigen Vorbereitung und ein paar kleinen Tricks könnt ihr Höhenkrankheit vorbeugen! So wird es bei ein bisschen Kurzatmigkeit und vielleicht Kopfschmerzen bleiben und nicht in echte Höhenkrankheit ausarten. Denn die kann sehr gefährlich werden! Ich bin kein Arzt oder Experte, wir haben hier einfach alle Tipps und Tricks von den Locals und aus Leitfäden zusammengetragen und natürlich vorher auch selbst getestet auf der Route von Santiago de Chile über San Pedro de Atacama, Salar de Uyuni, La Paz, Titikakasee (Copacabana & Puno), Cusco & Machu Picchu.

1. Die richtige  Reiseplanung / Routenplanung!

Diesen ersten Tipp solltet ihr beachten, bevor ihr überhaupt loslegt! Direkt von Europa oder z.B. Buenos Aires, Lima oder Santiago de Chile nach Cusco oder La Paz zu fliegen wird euch garantiert Probleme bereiten! Im nördlichen Chile, Bolivien und Peru liegt fast alles zwischen 2.400 und 5.000 Metern, also informiert euch bei der Planung der Route immer über die entsprechenden Höhen.

2. Akklimatisieren = Langsam an die Höhe gewöhnen

Wir sind von Santiago de Chile nah San Pedro de Atacama auf rund 2.400 Meter Höhe geflogen und haben uns dort 5 Tage akklimatisiert. Für alle, die die gleiche Route planen: 5 Tage kann man in diesem kleinen unglaublich niedlichen Wüstenstädtchen sehr gut verbringen! Achtet jedoch beim Planen der Tagesausflüge auch auf die Höhen und startet mit den niedrigeren Aktivitäten (z.B. Moon Valley Tour, die super war!) – als letztes die Geysiere, denn da könnt ihr schon direkt testen, wie euch fast 5.000 Meter so bekommen.

3. Viel trinken!

Am Vortag des Reisebeginns in hohe Höhen 4-5 Liter Wasser trinken.

4. Kein Alkohol

Am Vortag auch keinen Alkohol trinken – am besten generell auf der Höhe vermeiden oder zumindest sehr in Maßen halten.

5. Keine Völlerei am Vorabend

Am Vortrag nicht zu spät zu Abend essen, kein rotes Fleisch, möglichst leicht & fettarme Nahrung.

6. Keine Völlerei während der Tour

Am Reisetag morgens erst einmal nichts frühstücken oder nur einen kleinen Happen.

7. Stetig trinken, aber immer nur wenige Schlucke

Über den Tag verteilt viel trinken (1 Liter extra pro 1.000 Meter Höhe wäre das Idealmaß)

8. Coca Blätter kauen / Mate de Coca trinken

Ein „Geheimrezept“ der Einheimischen, die Blätter oder Tee gibt es in diesen Höhen an jeder Ecke. Achtung, Coca (egal ob Tee oder Blätter) ist in Deutschland NICHT legal und  Einfuhr im Gepäck verboten! Also genießt es nur vor Ort und nehmt die Erinnerung mit 😉

9. Ibuprofen gegen Kopfschmerzen

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ihr irgendwann Kopfschmerzen bekommt, also haltet eine Iboprofen griffbereit.

10. Wenig und langsam bewegen

Hier oben könnt ihr eure Zeitlupen-Skills üben. Alles ist anstrengend. Ultra anstrengend. Das ist normal, keine Sorge. Auch ein höherer Puls und ein schnellerer Herzschlag sind normal, also keine Panik. Am besten minimiert ihr alle Bewegungen auf ein Minimum – was bei der Uyuni-Tour aber zum Beispiel auch kein Problem ist, denn ihr werdet von Highlight zu Highlight mit dem Jeep gefahren und steigt nur für kurze Entdeckungstouren bzw. Fotos aus.

Wenn ihr diese Tipps beachtet, solltet ihr in den luftigen Höhen (oder eher luftlosen…) nur Spaß und keine Probleme haben. Solltet ihr dennoch stärkere Symptome (Fieber, Erbrechen etc. zeigen, ist es an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen und wieder auf tiefere Höhen abzusteigen.

Hier geht es zum offiziellen Merkblatt des auswärtigen Amtes zu Höhenkrankheit. 

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